Detektiv beauftragen für Unternehmen

Wertgegenstände sind plötzlich unauffindbar? Ein Mitarbeiter verhält sich merkwürdig? Die Konkurrenz verfügt über Informationen, die ihr eigentlich unzugänglich sind?

Als Chef eines Unternehmens kann man nicht einfach zusehen und abwarten. Es besteht schneller Handlungsbedarf. Oft bringt ein Privatdetektiv Licht ins Dunkle. Doch wann kann eine Detektei für ein Unternehmen beauftragt werden? Und was ist bei der Auftragstellung zu beachten?

Wann kann eine Überwachung überhaupt beantragt werden?

Bevor der Arbeitgeber die Überwachung des Unternehmens in Auftrag geben kann, muss zunächst ein konkreter Tatverdacht gegen einen oder mehrere Mitarbeiter vorliegen. Bloße Vermutung sind hier nicht ausreichend. So müsse der Verdächtige zuvor der vorsetzlichen Pflicht-verletzung wie zum Beispiel des Diebstahls oder des Verrats überführt werden.

Wichtig ist auch, dass die Aufwendungen für den Detektiveinsatz überhaupt erforderlich sind. Schadet der Verdächtige mit seinem Verhalten dem Ruf des Unternehmens oder beeinträchtigt er das Wohlbefinden der Mitarbeiter, so gilt die Überwachung als notwendig. Besteht jedoch keinerlei Gefahr für die Firma, so ist der Detektiveinsatz auch nicht zwangsläufig erforderlich und kann von der Detektei abgelehnt werden.

Wer trägt die Kosten?

Meist müssen die Kosten für den Detektiveinsatz vom Arbeitgeber selbst getragen werden. Nur in vereinzelten Fällen entscheidet das BAG, dass der Arbeitnehmer den Überwachungsaufwand erstatten muss. Bevor also ein Privatdetektiv zum Einsatz kommt, sollten zunächst sämtliche betriebliche Informationsquellen ausgeschöpft werden. Möglicherweise kann der Verdächtige auch ohne professionelle Überwachung und den damit verbundenen Kosten entlarvt werden.

Am größten sind die Chancen auf finanzielle Entschädigung, wenn bereits bei der Beauftragung der Detektei ein konkreter Tatverdacht vorliegt und dieser sich im Laufe der Ermittlung eindeutig bestätigt. War die Detektivarbeit zur Überführung des Mitarbeiters dringend notwendig, so kann sich der Arbeitgeber die Kosten für die Detektei vom Schuldigen erstatten lassen.

Die gute und die schlechte Nachricht für den Arbeitnehmer

Die gute Nachricht: Wie bereits erwähnt, muss der Arbeitnehmer nur äußerst selten für den finanziellen Aufwand eines Privatdetektivs aufkommen. In der Regel zahlt der Auftraggeber.

Die schlechte Nachricht: Wer betriebliche Pflichten wie etwa die Schweigepflicht verletzt oder sich vor seinem Arbeitgeber in sonstiger Weise verdächtig macht, der muss mit der Anheuerung eines Privatdetektivs rechnen.

Detektiv beauftragen für Privatperonen

Wenn Sie einen Detektiv beauftragen wollen, müssen Sie als erstes eine Detektei in ihrer Stadt suchen. Sie können sich über das Internet über eine Suchmaschine erkundigen oder auch über das Telefonbuch. Wenn Sie sich eine Detektei in ihrer Nähe gesucht haben machen Sie telefonisch einen Termin aus. Zum genannten Termin gehen Sie zu der Detekttei und schildern den Detektiven für was Sie benötigt werden. Eine Detektei hilft unter anderem wenn zum Beispiel jemand gesucht wird aus der Verwandschaft. Die Detektive benötigen von der vermissten Person ein Foto und können diese Person dann mit Hilfe der Polizei finden.

Die Detektei arbeitet verdeckt und hat verschiedene Arbeitsmittel zur Auswahl. Sie arbeiten mit versteckten Kameras, mit versteckten Microfonen und auch mit GPS Signalen um ein Handy Orten zu können. Die Arbeiten der Detektive gehen schnell voran. Wenn jemand entführt wurde arbeiten die Auftragspersonen sehr vorsichtig. Bei einer Entführung verfolgen die Detetktive das Auto verdeckt. Manchmal werden sogar versteckte GPS Empfänger an die Autos des Entführers gemacht, um die Verfolgung leichter aufnehmen zu können. Sollte es zu einer Entführung gekommen sein, schalten die Detektive auch die Polizei ein. Wenn sich die Entführer in einem fremden Versteck niederlassen, hören die Detektive die Gespräche ab. Sollte es zu gefährlich werden greifen die Detektive auch persönlich ein. Nach Überführung der Ganoven kommt die Polizei und führt diese ab. Für die Detektive sind auch Spurensicherungen sehr wichtig oder Auskünfte von Privatpersonen.

Auch bei Verdacht auf Betruges in der Ehe kann eine Detektei eingeschaltet werden, diese überprüfen dann mit versteckten Kameras und Mirkofonen ob sich der Verdacht bestätigt oder nicht. Die Detektive geben einen nach dem Fall eine Rechnung. In der Rechnung stehen dann die verschiedenen Tätigkeiten die ausgeführt wurden drauf. Der Rechnungsbetrag wird dann an die Detektei überwiesen. Sollte es zu teuer sein, lassen auch viele eine Ratenzahlung zu.

Kosten

Detektive müssen sich keiner festgelegten Honorarordnung richten, sodass sie ihre Preise selbst gestalten können. Hieraus lässt sich ableiten, dass die vorherige Abschätzung der Kosten eher schwierig ausfallen würde. Bei der Gestaltung der Preise nehmen sie Bezug auf das Recht der freien Marktwirtschaft. Im Laufe der Zeit haben sich trotzdem bestimmte Abrechnungsformen und Branchenübliche Preise herausentwickelt. Diese werden von den meisten Detektiven und Detekteien beachtet und umgesetzt.

Eine zuverlässige und seriöse Arbeit kann nicht unter einem Stundensatz von 40 Euro bis 100 Euro durchgeführt und angeboten werden. Diese Werte zeigen in etwa auf in welchem Bereich sich die Stundensätze der Detekteien in Deutschland bewegen.

Der Netto – Stundensatz eines Privatdetektiven liegt zur Zeit zwischen 38 und 135 Euro. Die Preise können variieren je nachdem, wie groß das zu beauftragende Unternehmen ist und welchen allgemeinen Status dieser trägt. Natürlich wird hier noch die mögliche freie Preisgestaltung des Detektiven mit eine Rolle spielen.

Zusätzliche Nebenkosten können dem Ganzen noch hinzu kommen. Diese Kosten können wie folgt aussehen:

  • Grundgebühr, Verwaltungsgebühr, Bearbeitungsgebühr, Honorar:
    hier können die Kosten zwischen 40 und 350 Euro betragen (diese werden nicht von
    allen Detekteien berechnet)
  • Pro Person liegt der Stundensatz bei: dieser Wert bewegt sich zwischen 38 und 135
    Euro. Von vielen Detekteien werden Mindest-Stundenzahlen festgelegt.
  • Das Geld für Kilometer: Pro gefahrenem Kilometer werden zwischen 0,28 und 1,80 Euro
    berechnet. Als Mittelmaß kann man in etwas 1 Euro pro Kilometer nennen.
  • Spesen und Barauslagen etc.: Der Bereich Spesen ist sehr umfangreich, sodass man
    hier keine Richtwerte benennen kann. Die Vereinbarung einer preislichen
    Vereinbarung wäre hier hilfreich, um die dazukommenden Nebenkosten und die Spesen
    besser kontrollieren zu können.
  • Auslandseinsätze und dessen Aufschläge: Hier ist ein Aufpreis von 25 bis 160 Euro
    möglich. Hierbei ist zu beachten, wenn ein benachbartes Land auch nur ein paar
    Kilometer entfernt liegt, dieses trotzdem als Auslandseinsatz angesehen wird.
  • Mögliche Zusatzleistungen: Zu den fest gelegten Honoraren können noch weitere
    Kosten hinzu kommen, wie zum Beispiel für das Erstellen von Digitalfotografien.
    Diese zusätzlichen Kosten können zwischen 2 bis 42 Euro bewegen.
  • Pauschaldienstleistungen: Für ein paar angebotene Dienstleistungen bieten Detektive
    pauschalisierte Festbeträge an. Diese Dienstleistungen können wie folgt aussehen:
    Ermittlung eines Inhabers einer Handynummer oder eines Festnetznummer,
    Anschriftenermittlung oder Bonitätsauskünfte. Die preisliche Gestaltung im
    Pauschalbereich liegt zumeist zwischen 50 und 360 Euro.

Als Detektiv Geld verdienen. Wie wird man Detektiv?

Es ist sicherlich ein Job der etwas ausgefalleneren Sorte, dabei birgt er viel Potenzial, erfordert allerdings auch fachliche Kompetenzen; die Rede ist vom Detektiv. Doch wie kommt man zu diesem Beruf, und welche Schwierigkeiten können damit verbunden sein?

Sich in Deutschland als Detektiv bezeichnen zu dürfen, ist nicht schwierig. Hierfür muss lediglich ein entsprechendes Gewerbe angemeldet werden, wozu grundsätzlich jeder befugt ist. So kommt es dazu, dass sich damit im Grunde jeder als Privatdetektiv bezeichnen kann. Doch nicht nur auf die Bezeichnung kommt es an, denn natürlich spielen auch die fachlichen Kenntnisse dabei eine wichtige Rolle. Doch als Detektiv ist an Geld verdienen von Zuhause aus nicht zu denken. Es wird jedem angehenden Detektiv empfohlen, sich einem Belastbarkeitstest zu unterziehen, welcher sowohl die Belastbarkeit in physischer, als auch in psychischer Hinsicht ausreichend Untersucht. Dieser Test ist zwar keine Pflicht, doch es lohnt sich, um die eigenen Voraussetzungen hierzu etwas besser kennenzulernen.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen um erfolgreich in diesem Beruf arbeiten zu können zählen Ausdauer, Durchhaltevermögen, Allgemeinwissen, Flexibilität, Hartnäckigkeit, Organisationskenntnisse. Selbstverständlich ist auch jede Menge Zeit vonnöten, um langwierige Nachforschungen oder Observationen betreiben zu können.

Nun gilt es noch die Frage zu klären, ob diese Tätigkeit auf selbstständiger Basis ausgeübt werden soll, oder ob ein Verhältnis als Angestellter hier die bessere Alternative ist. Grundsätzlich ist beides möglich, doch besonders für Neueinsteiger empfiehlt es sich, zuerst als Angestellter einige Erfahrungen zu sammeln. Viele renommierte Detekteien bieten in Deutschland viele Praktika und Einstiegsmöglichkeiten in diesen Beruf an.

Eine Ausbildung im eigentlichen Sinn ist dies zwar nicht, und dennoch wird in dieser Zeit eine ordentliche Grundlage geschaffen, um sich zu einem späteren Zeitpunkt selbstständig machen zu können. Ein Fernstudium wird ebenfalls angeboten, welches das vermittelte theoretische Wissen der Teilnehmer anschließend in einer Abschlussprüfung prüft. Dies bietet den klaren Vorteil, dass damit deutlich mehr Geld verdient werden kann, was allerdings auch mit einem höheren Risiko verbunden ist, da der Verdienst stark von der Auftragslage abhängig ist.